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Wie wir von der Erdkugel bloß die Oberfläche, nicht aber die große, solide Masse des Innern kennen, so erkennen wir empirisch von den Dingen und der Welt überhaupt nichts als nur ihre Erscheinung; das ist die Oberfläche.
(Arthur Schopenhauer)
(Brigitte Schwaiger)
Wir sind allzu oft geneigt, unter einer trübe schillernden Oberfläche Tiefe zu vermuten; und wenn wir uns entschließen nachzuprüfen, reicht sicher unser kleiner Finger bis auf den Grund hinab. Eine klare Oberfläche aber täuscht uns immer wieder Seichtigkeit vor, indem sie unserem ahnendem Blick gestattet, bis in eine Tiefe hinabzuschauen, die wir mit dem Senklot des Verstandes niemals zu erreichen vermögen.
(Arthur Schnitzler, Buch der Spüche und Bedenken)
Ist es möglich, daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, sodaß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien?

Ja, es ist möglich.
(Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge)
Wenn man ständig mit einem Menschen zusammenlebt, sieht man nur noch die Oberfläche, die aus lauter kleinen Reibungsflächen besteht.

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