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Rekordverdächtiges
Gemüse
Kaum zu glauben, was in ihm steckt :
Brokkoli
sollte wegen seiner positiven Einflüsse auf die Gesundheit ständiger Gast in der Küche sein.
Obwohl er sich aus dem Gemüseangebot nicht mehr wegdenken lässt, ist Brokkoli für viele Menschen immer noch etwas Besonderes. Früher gab es nur Blumenkohl, einen Verwandten. Dann tauchten in den 60er-Jahren Brokkoli-Importe aus Italien auf. Kein Wunder, dass man die grünen Blütenköpfe anfangs als Rarität betrachtete.
Was nur wenige wissen : Brokkoli stammt aus Kleinasien. Schon die alten Römer bauten ihn an. Im 18.Jahrhundert wurde der Kohl dann überall in Europa - auch in Deutschland - angebaut. Merkwürdigerweise geriet der Spargel- oder Brökkelkohl (so nannte man ihn damals) nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit.
Heute wird Brokkoli wegen seines hohen Nährwertes allgemein geschätzt. Er ist wirklich ein Energielieferant, der alle Rekorde bricht. Brokkoli hat kaum Natrium, aber viel Kalium, Magnesium, Eisen und fast so viel Kalzium wie Milch. An Vitaminen enthält Brokkoli A, E, B,reichlich Folsäure (wichtig zur Blutbildung) und 115 mg Vitamin C. Selbst gekocht bringt er es noch auf 90 mg (Apfelsinen haben 50 mg) . Damit zählt Brokkoli - neben Paprika und Kohl - zu den Gemüse mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt.
Dazu kommen die Sekundären Pflanzenstoffe : Gluccosinolate, das sind schwefelhaltige Senföle mit antibakterieller Wirkung. Sie bekämpfen Viren, Bakterien und Pilze, stärken die Abwehrzellen und beugen möglicherweise Krebs vor. Flavonoide und Phenolsäuren sind hochwirksame Antioxidantien, die die Zellen vor aggressiven Radikalen schützen. Carotonoide stärken die Immunabwehr und können das unkontrollierte Wachstum von Tumorzellen hemmen.
Insgesamt wirkt Brokkoli entwässernd. Er hat einen postiven Einfluss auf Herz und Nieren, kräftigt die Knochen und beugt Osteoporose vor. Ausserdem stärkt er die Abwehrkräfte.
Viele ausreichende Gründe also, das Gemüse häufig auf den Tisch zu bringen. Im Geschmack ist es ähnlich wie Blumenkohl, aber feiner im Aroma. beim Kauf sollte man auf geschlossene Blüten achten. Die zarten Blütenköpfe brauchen nur fünf bis sieben Minuten gedünstet zu werden. Die harten Stengel dagegen sind erst nach 15 Minuten gar. Brokkoli schmeckt roh als Salat, als Suppe, als Auflauf oder Quiche. Als Gemüsebeilage mundet er ausgezeichnet mit einem Schuss Weisswein, mit brauner Butter und mit Mandelblättchen oder fein geriebenen Haselnüssen überstreut.